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Am Brandenburger Tor, 10. November 1989: Familientreffen nach dem Mauerfall [1/14]

INFORMATIONEN ZUM OBJEKT

Details

11. November 1989
Berlin-Spandau
Urheber: Angelika Graff

Lizenztyp: Creative Commons License

Aus dem Album

Ausstellungsthema: Die Öffnung der Grenze
Gruppenfotos

Abgebildet

B.Z. (Zeitung), Bild (Zeitung), Familie, Freude, Mehrere Personen, Victoryzeichen, Wohnung

Kontext

Mauerfall

Personen/Organisationen

Angelika Graff

Orte

Andere Orte (Berlin)

Text im Bild

Bild / Berlin / Bundestag sang Deutschlandlied / Geschafft! / Die Mauer / ist offen / Tausende rannten / an Grepos vorbei / Goldregen / 6 Tausender / Wussow / Ich heirate Yvonne / Neues Auto / und Bargeld

B.Z. / Bingo / Jeder [darf] 30 Ta[...]

Die Mauer ist / weg! Jeder darf ab sofort durch! / Deutschland weint vor Freude. / Die ersten sind schon da! / Wir reichen uns die Hände! / Berlin / ist wieder / Berlin! / Atala

Alle Bilder des Albums

Erinnerung

"Am Tag zuvor hatte meine Freundin Geburtstag. Für diesen Freitag nun war unsere Clique zum Essen in ein Restaurant in der Kurfürstenstraße eingeladen. Auf dem Weg vom Stadtteil Lichtenrade dorthin fuhren wir mit der U-Bahn ab Alt-Mariendorf und mussten am Halleschen Tor in Berlin-Kreuzberg umsteigen. Dazu kam es aber nicht, weil sich die Menschenmassen in den U-Bahn-Wagen, auf den Treppen und Bahnsteigen drängten, es ging nichts mehr. Also beschlossen wir zu laufen. Aber auch die Straßen waren voll von Menschen, die alle zur Mauer wollten.

Nach dem Essen machten auch wir uns auf den Weg Richtung Anhalter Bahnhof, Potsdamer Platz und Brandenburger Tor. Überall waren schon die 'Mauerspechte' am Werk, die Steinbrocken aus der Mauer klopften, und sei es im Schein einer Taschenlampe. Die Menschen halfen sich gegenseitig auf die Mauer hinauf, Sektkorken knallten, Wunderkerzen leuchteten. Wahnsinn!"

Monika Waack (West-Berlin)

Original-Bildunterschrift

"Am 10. November standen wir zehn Stunden an, um einen Stempel zur Einreise zu erhalten. An diesem Tag haben die Menschen ihren ganzen Frust abgelassen, es gingen Türen zu Bruch. Wegen des großen Andrangs wurde Essen und Trinken unter den Wartenden verteilt. Trotz langer Wartezeit waren es Stunden, die man im Leben nicht vergisst. Dieses Bild entstand dann am 11. November in Spandau bei meiner Schwiegermutter, die 1983 als Rentnerin in den Westen gegangen war. Auf dem Bild zu sehen: meine Schwägerin und mein kleiner Neffe (die 1986 in den Westen gegangen waren), mein Schwager, mein Sohn, mein Mann und ich."